Das war´s dann wohl

Nun sind wir schon eine knappe Woche wieder in Deutschland.

Die Rückreise ist echt wunderbar verlaufen: Bus nach Barcelona, Flug nach Mallorca, Flug nach München, Fahrt München-Landsberg. Alles reibungslos, trotz des vielen Schnees, weswegen ich schon dachte, dass wir wer-weiß-was-für-eine Verspätung haben werden. Aber nein, alles top.

Ungewohnt war es zu erst einmal für mich, in das neue Haus meiner Eltern zu kommen. Aber die Möbel und die sonstige Einrichtung ist ja vertraut, so dass man sich sofort wieder heimisch fühlt.

Freitag ging es dann mit Thorbens Auto durch´s einheitlich verschneite Deutschland Richtung Krefeld, wo uns ein Wochenende mit vollem Programm erwartete. Nun bin ich aber eine Zeit bei meinen Eltern, während Thorben fleißig arbeitet.

Irgendwie kommt uns Spanien schon so weit weg vor. Nachdem wir nun eine Woche auch permanent Schnee haben, fällt die Vorstellung irgendwie schwer, dass wir heute vor einer Woche noch bei strahlendem, 16°C warmen Sonnenschein durch Tarragona spaziert sind. Aber die Zeit vergeht nun einmal und wir haben auch schon einen Haufen Pläne für die nächste Zeit.

Die Zeit in Spanien war sehr schön, auch wenn wir uns erhofft hatten, dass die Uni besser ist. Aber da kann man nun mal nichts machen.

Ein großes Dankeschön an all unsere Leser, die immer fleißig mitgelesen haben! Es hat Spaß gemacht, für euch zu schreiben und euch so an unserem Spanienabenteuer teilnehmen zu lassen!

Alles hat ein Ende…

So, der letzte komplette Tag in Tarragona. Die letzten 1 1/2 Wochen seitdem wir wieder aus dem Süden da sind, sind ziemlich ruhig verlaufen. Die Spanischklausur ist geschrieben und bestanden und Thorben kann sich diesen dann auch hoffentlich in Münster noch anrechnen lassen.

Letztes Wochenende gab´s in Biancas WG noch ne Abschiedsparty, Samstag sind wir was trinken (und essen :) ) gegangen und am Sonntag haben Thorben, Miri und ich für die Tschechen gekocht. Wir waren ja schon zweimal bei denen zum Essen und die wollten partout nichts dafür haben und so gab es dann am Sonntag mal Kartoffelbrei mit Sauerkraut und Bratwurst. Sehr lecker!

Montag waren wir nochmal zum Abschiednehmen und Shoppen in Barcelona. Hier sind jetzt von Anfang Januar bis Anfang März rebajas, Winterschlussverkauf also. Und es ist wirklich heftig, wie viel hier runtergesetzt ist! Nicht so 25% oder so wie in Deutschland, sondern oft mal so 70%! So hab ich mir zum Beispiel bei Esprit ein Top für 7€ gekauft, was vorher ganze 26€ kosten sollte. Dazu gab es dann für Thorben und mich noch diverse andere Sachen und für mich klettschnasse Füße, da es leider den ganzen Tag geregnet hat. Nun ja. Jetzt ist das Wetter aber wieder herrlich (11°C und purer Sonnenschein), so dass wir jetzt nochmal ordentlich Sonne tanken und uns für den deutschen Winter wappnen. Brrrr, ich hab überhaupt keine Lust auf Kälte!

Gestern abend kam unsere Vermieterin zur Wohnungsübergabe. Thorben und ich schrubben den halben Tag die Bude, waschen Küchenschränke, Kühlschrank und Backofen aus, polieren das Bad und die liebe Dame hat sich überhaupt gar nichts angeguckt…hm. Dafür ist jetzt alles wirklich blitzeblank und wir müssen dann morgen nur nochmal ganz flott alles abwischen. Die Nebenkosten haben wir mit der Kaution verrechnet und noch gut was zurückbekommen.

Ja und so ist hier Abschiednehmen angesagt. Gestern Abend mussten wir Miri schon Tschüss sagen, da sie sich heut schon wieder für ein paar Tage zu ihrem Freund nach Lyon aufgemacht hat. Morgen sind wir die nächsten, Freitag fliegt Madeleine, Samstag Bianca.

Erasmus-mäßig haben wir jetzt alle Unterlagen zusammen und haben somit jetzt auch für die Uni alles fertig gemacht.  Jetzt müssen wir noch so einen Erfahrungsbericht ausfüllen und alles beim International Office in Münster einreichen. Hach ja, Münster! Ich freu mich schon so wieder auf´s Sommersemester :) !

Heut Nachmittag gehen wir nochmal zum Sport, dann ein letztes Mal kochen mit Madeleine und morgen nachmittag um 15.00 Uhr mit dem Bus zum Flughafen nach Barcelona. Wir hoffen, dass jetzt alles weiterhin so gut klappt und freuen uns jetzt richtig auf Deutschland!

Endlich mal Urlaub!

Um uns von dem ganzen Stress, den der Januar so mit sich gebracht hat – haha – zu erholen, haben wir uns gedacht, machen wir mal was Neues: Urlaub! Diesmal sind wir mit Madeleine, Bianca und Mirjam zusammen am 15. nach Sevilla geflogen. Es war sehr schön! Habe jetzt gerade keine Lust, viel von der Stadt zu berichten, vielleicht schreiben wir da die Tage noch was drüber. Es ist aber auf jeden Fall eine schöne Stadt, und halt so richtig spanisch. Mit Flamenco und Patios und einer Alcázar im Mudejar-Stil… Gibts hier in Katalonien ja alles nich! Jedenfalls haben wir dann zwei Nächte dort zu fünft in einem ganz netten Hostel geschlafen und uns gemütlich die Stadt erschlossen (Kathedrale, Palast, Shopping-Meile…) , wobei uns dann Judith, eine Freundin von Mirjam, die in Sevilla studiert, auch geholfen hat.

Am Sonntag sind dann Madeleine, Bianca und Mirjam nach Córdoba und Granada weitergefahren. Wir kannten das ja schon vom letzten Jahr und haben uns deshalb abgesetzt und sind nach Cádiz gefahren.

Als wir das Bahnticket gekauft haben, haben wir wieder mal ein bahntypisches Erlebnis gehabt (hier heißt es ja Renfe, aber es ist schon so ähnlich wie in Deutschland): wir gehen um 9:30 zum Schalter, um ausdrücklich ein Ticket nach Cádiz um 9:45 zu kaufen. Der Herr am Schalter ist auch sehr freundlich, kassiert das Geld und gibt uns die Tickets mit Sitzplätzen. Wir schauen noch kurz drauf, ob wir auch nebeneinander sitzen, bedanken uns und gehen dann langsam zum Gleis. Dort wird uns dann gesagt, dass das Ticket für den falschen Zug sei – und siehe da: das Ticket ist für den Zug um 9:05 am selben Tag ausgestellt! Sollte das ein Witz sein? Wieso kann man ein Ticket für die Vergangenheit kaufen? Timewarps gibt es doch bis heute nicht mal bei der Bahn! Na ja, wir gehen also zum Schalter zurück, erklären den Fall, und der nett dreinlächelnde Herr nimmt – gaaanz langsam – unsere Tickets – fragt, ob wir neue haben wollen – natürlich – und tackert erstmal den Annulierungshinweis an die Tickets, um dann – noch laaangsamer – um 09:44 – das Ticket für den 11-Uhr-Zug auszudrucken. Hätte er ein bisschen reingehauen, hätten wir den 09:45er-Zug locker noch bekommen. Aber nein! Und entschuldigt hat er sich auch nicht. Also das war vielleicht blöd! Naja, also sind wir nochmal in die Stadt gegangen und haben da ein paar Fotos gemacht, um dann um 11 in den Zug nach Cádiz zu steigen. Der Zug war immerhin angenehm und die Sitze bequem, um auch mal was Gutes über die Renfe zu sagen.

In Cádiz ging es jedenfalls recht ruhig zu, und irgendwie waren wir auch von den zwei vorherigen Tagen etwas kaputt, so dass wir dort im nur ein bisschen durch die Stadt spaziert sind. Viele Sehenswürdigkeiten gibt es dort auch nicht (vor allem Kirchen, aber das muss ja auch nicht jeden Tag sein, und das Meer, das wir uns natürlich auch nochmal aus nächster Nähe betrachtet haben) – eigentlich hätten wir uns gerne die erste Spanische Camera Obscura in einem Wachtturm angeguckt, aber die war dann leider gerade außer Betrieb. Am Montag sind wir auf dem Rückweg nach Sevilla dann noch in Jerez de la Frontera vorbeigefahren – auch dort gibt es wahnsinnig viele Kirchen! Wir glauben, dass die Leute da wohl ein schlechtes Gewissen hatten. Vielleicht hängt es irgendwie damit zusammen, dass es da soviele Bodegas gibt, zum Ausgleich baut man dann vielleicht Kirchen?

Von Montag auf Dienstag haben wir dann wieder in Sevilla geschlafen, in einem anderen Hostel, das zwar im Internet wer weiß wie in den Himmel gelobt wurde (wohl wegen des schönen Innenhofs), aber dermaßen hellhörig war, dass wir praktisch nicht geschlafen haben. Unser Zimmer war direkt neben einem von anscheinend dem halben Hostel benutzten Badezimmer, und es war bis bestimmt 1:30 dauernd Lärm von drüben zu hören – der spanischen Leichtbauweise sei Dank… Wir waren auf jeden Fall froh, um 5:30 dann einfach aufzustehen und zum Bus zu laufen… Um nur mal kurz aufs Wetter einzugehen: selbst um diese Uhrzeit waren es 16° draußen!

Der Rückflug war Ryanair-typisch wieder überpünktlich in Reus, und so waren wir schon um 11 Uhr wieder in Tarragona in unserer Wohnung, in der wir dann erstmal gekocht und ein bisschen rumgegammelt haben. Morgen wird wohl schon ein möglicher Nachmieter bei uns vorbeischauen, und so können wir uns schon so langsam von der Wohnung verabschieden und bald schon unsere Sachen packen. Vorher schreiben wir natürlich nochmal.

Mehr oder weniger faul ins neue Jahr…

Was schreibt man bloß, wenn nicht so viel passiert?

Thorben und ich machen vor allem eins: Rumgammeln und zwischendurch zum Sport. Man muss ja fit bleiben…und so ist unser so gut wie täglicher Besuch im Fitnessstudio unser einziger fester Termin am Tag. Wir schlafen lange, gehen online in der Uni-Bib, machen einen Spaziergang, gehen einkaufen, machen Sport und treffen uns hier und dann mal mit den anderen Erasmus-Leuten, die so nach und nach wieder eingetrudelt sind.  Aber Ende dieser Woche gibt es dann endlich mal Abwechslung von der Routine: Es geht in den Süden! Vier Tage Sevilla und Cádiz. Da freuen wir uns schon sehr drauf, das Wetter soll wohl ganz gut werden und so können wir schön noch die andere Ecke Andalusiens erkunden, in die wir es bei unserem Urlaub 2008 ja leider nicht geschafft haben.

Nach dem Trip in den Süden haben wir ja auch nur noch etwas mehr als eine Woche, bevor dann am 28. unser Flieger von Barcelona über Mallorca (uiui) nach München geht. Und so langsam freuen wir uns echt drauf. Thorben ist schon ganz heiß drauf, wieder zu arbeiten und ich hab auch mal wieder Lust auf Mamas Essen :) .

Wie gesagt, im Moment passiert nicht so viel, was man erzählen könnte. Aber Anfang nächster Woche bekommt ihr dann einen Bericht über den hoffentlich tollen Kurzurlaub im Süden :) !

Weihnachten, Silvester und Besuch

Zuerst einmal wünschen wir euch allen ein wunderbares neues Jahr und alles Gute für 2010! Wir hoffen, ihr hattet schöne Weihnachten und habt schön Silvester gefeiert!

Weihnachten bei uns hier war nun wirklich mal ein wenig anders als sonst. Zuerst einmal waren es so um 10°C und strahlender Sonnenschein, was wir am 1. Weihnachtstag erstmal schön für einen Weihnachts-Strand-Spaziergang genutzt haben. Am Weihnachtsabend haben wir eine riesen Ladung Backofen-Hähnchen gemacht und haben nochmal eine Runde Plätzchen gebacken, bevor es dann um Mitternacht zur Messe in die Kathedrale ging. Ich war ja echt gespannt, wie das hier wohl sein wird und muss leider sagen, dass das Ganze recht enttäuschend war. Irgendwie war die Stimmung gar nicht so festlich, die Kathedrale nur ganz wenig dekoriert und der Chor und das Orchester, die sie immerhin zur Messegestaltung hatten, waren leider auch nicht so pralle. Was mich vor allem gewundert hat, war die Tatsache, dass aus der Gemeinde wirklich niemand gesungen hat! Es gab extra einen Gemeinde-Dirigenten, der selbst bei den einfachsten Liedern („Santa Nit, Plàcida Nit…..“) die Einsätze gegeben hat und trotzdem gibt niemand einen Laut von sich. Komisch, komisch. Alles in allem leider nicht so toll. Nun ja.

Am Sonntag, heute vor einer Woche, kamen dann Sascha, Karsten und Malte, mit denen wir, nachdem wir sie vom Flughafen abgeholt hatten, zuerst einmal eine Nacht in Barcelona geblieben sind. Außer dem typischen Touri-Programm (Sagrada Familia, Rambla, sonstige Gaudí-Sachen, gotisches Viertel und und und) waren wir dieses Mal zum ersten Mal abends bei der Font Màgica. Das ist ein riesengroßer Brunnen vor dem Museum für katalanische Kunst und bei diesem Brunnen gibt es, glaub ich, jeden Abend ein besonderes Schauspiel zu sehen: Zu verschiedenen Musikstücken wird der Brunnen mit verschiedenen Farben beleuchtet und der Brunnen macht dann so eine Choreographie. Schwer zu beschreiben, guckt euch einfach das Video an. Das Ganze hat dann etwa eine Stunde gedauert und ich fand vor allem das Disney-Medley toll :) .

Hier in Tarragona haben wir den Jungs natürlich die Stadt gezeigt und sind auch mal nach Reus, das gemütliche Nachbarörtchen gefahren.

Silvester war dann, ähnlich wie die Weihnachtsmesse, eine komische Angelegenheit. Nachdem wir gemütlich bei uns gekocht und natürlich „Dinner for one“ geguckt haben, sind wir dann rechtzeitig zur Kathedrale aufgebrochen, nachdem wir vorher schon bemerkt hatten, dass am Balcó del Mediterrani wohl doch irgendwie kein Feuerwerk stattfinden wird, was wir vorher eigentlich vermutet hatten. Bianca, mit der wir uns dann noch getroffen haben, hatte auch sogar Weintrauben für alle mit. Hier in Spanien gibt es nämlich (angeblich) den Brauch, mit den 12 Glockenschlägen der Kirche jeweils pro Schlag eine Weintraube zu essen. Soll wohl Glück bringen oder so :) . So spazierten wir also durch die Altstadt zur Kathedrale und waren doch sehr überrascht, dort wirklich überhaupt nur sehr wenig Leute anzutreffen. Schon wieder sehr merkwürdig. In Münster wimmelt der Prinzipalmarkt schon ewig vor Mitternacht voller Leute und hier waren so wenig Leute zu sehen! Kurz vor Mitternacht kamen dann hier und da nochmal ein paar Leute her, aber im Großen und Ganzen blieb die Ansammlung doch auch eher überschaulich. Nun gut, dachten wir uns, warten wir mal auf die Glocken. Pustekuchen. Nichts hat gebimmelt und so standen wir nun da mit den Trauben in der Hand und wussten auch nicht so recht, ob noch was passiert. Irgendwann haben wir uns dann gesagt „so, jetzt ist Mitternacht“ und damit gerechnet, dass jetzt mal ein wenig geknallt wird. Nochmal Pustekuchen. Ganze drei Knaller konnten wir hören, das war´s. Die Leute haben sich um kurz nach Mitternacht wieder nach drinnen verzogen (obwohl es ja noch 12 °C waren!) und als wir dann so gegen halb 1 über die Rambla spazierten, war diese menschenleer wie jede andere Nacht auch. Also sowas. Wieder einmal ganz anders, als wir es uns vorgestellt hatten. Nun möchte ich doch mal wirklich gern wissen, ob das eine Ausnahme war oder hier Silvester immer so ruhig verläuft.

Gestern, am letzten Tag von den Jungs, dann nochmal ein Abschluss-Highlight: Wir sind alle zusammen nach Port Aventura gefahren, Europas zweitgrößter Freizeitpark, der nur 10 Minuten Zugfahrt von Tarragona entfernt ist. Am Anfang war auch das erstmal ein wenig enttäuschend, weil aufgrund von Wettergründen, so hieß es, die größten Attraktionen nicht fuhren und wir uns schon dachten, wir könnten jetzt den ganzen Tag nur auf die Kinderfahrgeräte. Aber gegen Mittag rum wurde dann doch alles aufgemacht und so konnten wir, das heißt, die Jungs, dann doch alles mitnehmen und auch hier und da öfter mitfahren, da es nicht sooo voll war und man, bis auf einmal, echt nicht lange anstehen musste. Hinterher war es dann auf jeden Fall ein absolut gelungener Tag.

Heut Morgen sind die Jungs dann früh aufbrochen und jetzt sind Thorben und ich wieder allein. Erstmal ungewohnt, da wir jetzt eine ganze Woche lang mit fünf Leuten hier in unserer kleinen Bude gehaust haben, die jetzt erst einmal wieder voll groß aussieht, weil sie so leer ist. Aber jetzt genießen wir mal wieder die ruhige Zweisamkeit :) .

Frohe Weihnachten

Liebe Leser, es ist soweit: heute ist Heiligabend! Wie man leicht sieht, ist auch unsere Homepage schon in der passenden Stimmung. Wir selbst werden diese heute mit Plätzchenbacken, Grillhähnchen und einer spanischen Weihnachtsmesse herstellen. Das Wetter ist heute nicht so sonnig wie sonst. Natürlich gibt es auch keinen Schnee – und damit sieht es eigentlich fast so aus wie ein typischer Weihnachtstag in Deutschland. Also: wir wünschen euch ein paar schöne und gemütliche Feiertage! Alles Gute und bis bald!

Fertig mit dem 5. Semester

Das war´s mit der Uni. Irgendwie komisch, so vor Weihnachten mit dem Semester fertig zu sein. Ich fühl mich gerade irgendwie eher nach Weihnachtsferien, aber die Tatsache, dass das Semester hier ja schon Anfang September angefangen hat, führt dazu, dass wir jetzt einfach durch sind. Komisch :) . Vor allem, einfach so ohne großartige Lernphase, wie wir das sonst so kennen. Die letzte Woche über hatten wir zwar wieder exámenes, allerdings gibt es hier ja diese kontinuierliche Evalutation und deswegen gehen die exámenes immer nur über den Stofff der letzten 3-4 Wochen. Und so verbringt man das ganze Semester mit dem Gefühl, nicht richtig lernen zu müssen. Auch mal was Neues :) .

Fazit zur Uni: Hat jetzt auch gereicht. Wir sind froh, dass das jetzt hinter uns liegt und wir nun wirklich wieder frei tun und lassen können, was wir wollen. Obwohl…Thorben hat nächste Woche noch ein oral exam in seinem Sound System-Kurs. Der Oberhammer: Die DIN A4-Seite Text, die er dann vorlesen muss, haben die Studenten jetzt schon bekommen…damit sie schon einmal üben können, wie man die englischen Wörter richtig ausspricht…..ääääähm ja. Und die Leute sind im dritten Semester ihres Englischstudiums…ich bin da voller Zuversicht, dass Thorben das wunderbar meistern wird :) .

Am Mittwoch war ich bei meinem American Literatures-Dozenten in der Sprechstunde, weil der uns Erasmus-Studenten unsere Endnote sagen wollte. Er fragte mich, was ich denn jetzt abschließend ganz ehrlich über studieren in Spanien denke. Nun ja, sagte ich, und musste erstmal ein wenig grinsen. “Ganz ehrlich!” meinte er noch einmal. Dann hab ich ihm ein wenig mein Herz ausgeschüttet über all das, was mich hier während der knapp vier Monate Studium so gestört hat. Diese schulischen Tests zwischendurch, die Tatsache, dass es die Dozenten gar nicht groß zu stören scheint, wenn nur 2 Leute aus dem Kurs (bezeichnenderweise die Erasmusstudenten) die drei Romane, über die im Kurs von 25 Leuten gesprochen wird, überhaupt gelesen haben, die erstaunliche Begebenheit, dass echt wirklich einige der Studenten aus dem 9. Semester nicht wissen, wann man “he” und wann man “she” sagt und die Dozenten nicht korrigieren und naja, so einiges mehr. “Recht hast du”, sagte der Jordi da, “man müsste hier an den spanischen Unis einiges ändern…”..(und jetzt kommt`s) “…das Bibliothekensystem zum Beispiel”. !!! Das Bibliothekensystem??? Ok, dass die Bib hier nicht der Brüller ist und es wirklich kein einziges Buch gibt, dass ich für meine Bachelorarbeit gebrauchen kann, ist eine Sache. Aber was kann denn die Bib dafür, wenn die Studenten bei Referaten mit dem Rücken zum Kurs stehen, ihre vollgeballerten Powerpoint-Präsentationen ablesen, dabei die ganze Zeit von “womans” reden und die Dozentin hinterher sagt “very well!” ????

Aber nun genug davon, das macht einem eh nur schlechte Laune :) . Jetzt liegt das ja hinter uns und wir müssen uns mal überlegen, womit wir die nächsten Tage so verbringen. Wir wollen nächste Woche vor Weihnachten vielleicht mal einen Tag nach Valencia fahren, sind wohl nur zwei Stunden mit dem Zug, das kann man gut mal an einem Tag machen. Und dann müssen wir uns noch überlegen, was wir an Weihnachten machen. Ja und am 27. kommen dann ja schon die Jungs! Morgen in einer Woche! Wahnsinn, wie die Zeit vergeht! Da freuen wir uns echt drauf. Wir haben hier ja auch sehr nette Leute kennengelernt, aber mal wieder was mit Freunden zu machen, die man schon länger als vier Monate kennt, wird bestimmt richtig super!