Zuerst einmal wünschen wir euch allen ein wunderbares neues Jahr und alles Gute für 2010! Wir hoffen, ihr hattet schöne Weihnachten und habt schön Silvester gefeiert!
Weihnachten bei uns hier war nun wirklich mal ein wenig anders als sonst. Zuerst einmal waren es so um 10°C und strahlender Sonnenschein, was wir am 1. Weihnachtstag erstmal schön für einen Weihnachts-Strand-Spaziergang genutzt haben. Am Weihnachtsabend haben wir eine riesen Ladung Backofen-Hähnchen gemacht und haben nochmal eine Runde Plätzchen gebacken, bevor es dann um Mitternacht zur Messe in die Kathedrale ging. Ich war ja echt gespannt, wie das hier wohl sein wird und muss leider sagen, dass das Ganze recht enttäuschend war. Irgendwie war die Stimmung gar nicht so festlich, die Kathedrale nur ganz wenig dekoriert und der Chor und das Orchester, die sie immerhin zur Messegestaltung hatten, waren leider auch nicht so pralle. Was mich vor allem gewundert hat, war die Tatsache, dass aus der Gemeinde wirklich niemand gesungen hat! Es gab extra einen Gemeinde-Dirigenten, der selbst bei den einfachsten Liedern („Santa Nit, Plàcida Nit…..“) die Einsätze gegeben hat und trotzdem gibt niemand einen Laut von sich. Komisch, komisch. Alles in allem leider nicht so toll. Nun ja.
Am Sonntag, heute vor einer Woche, kamen dann Sascha, Karsten und Malte, mit denen wir, nachdem wir sie vom Flughafen abgeholt hatten, zuerst einmal eine Nacht in Barcelona geblieben sind. Außer dem typischen Touri-Programm (Sagrada Familia, Rambla, sonstige Gaudí-Sachen, gotisches Viertel und und und) waren wir dieses Mal zum ersten Mal abends bei der Font Màgica. Das ist ein riesengroßer Brunnen vor dem Museum für katalanische Kunst und bei diesem Brunnen gibt es, glaub ich, jeden Abend ein besonderes Schauspiel zu sehen: Zu verschiedenen Musikstücken wird der Brunnen mit verschiedenen Farben beleuchtet und der Brunnen macht dann so eine Choreographie. Schwer zu beschreiben, guckt euch einfach das Video an. Das Ganze hat dann etwa eine Stunde gedauert und ich fand vor allem das Disney-Medley toll
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Hier in Tarragona haben wir den Jungs natürlich die Stadt gezeigt und sind auch mal nach Reus, das gemütliche Nachbarörtchen gefahren.
Silvester war dann, ähnlich wie die Weihnachtsmesse, eine komische Angelegenheit. Nachdem wir gemütlich bei uns gekocht und natürlich „Dinner for one“ geguckt haben, sind wir dann rechtzeitig zur Kathedrale aufgebrochen, nachdem wir vorher schon bemerkt hatten, dass am Balcó del Mediterrani wohl doch irgendwie kein Feuerwerk stattfinden wird, was wir vorher eigentlich vermutet hatten. Bianca, mit der wir uns dann noch getroffen haben, hatte auch sogar Weintrauben für alle mit. Hier in Spanien gibt es nämlich (angeblich) den Brauch, mit den 12 Glockenschlägen der Kirche jeweils pro Schlag eine Weintraube zu essen. Soll wohl Glück bringen oder so
. So spazierten wir also durch die Altstadt zur Kathedrale und waren doch sehr überrascht, dort wirklich überhaupt nur sehr wenig Leute anzutreffen. Schon wieder sehr merkwürdig. In Münster wimmelt der Prinzipalmarkt schon ewig vor Mitternacht voller Leute und hier waren so wenig Leute zu sehen! Kurz vor Mitternacht kamen dann hier und da nochmal ein paar Leute her, aber im Großen und Ganzen blieb die Ansammlung doch auch eher überschaulich. Nun gut, dachten wir uns, warten wir mal auf die Glocken. Pustekuchen. Nichts hat gebimmelt und so standen wir nun da mit den Trauben in der Hand und wussten auch nicht so recht, ob noch was passiert. Irgendwann haben wir uns dann gesagt „so, jetzt ist Mitternacht“ und damit gerechnet, dass jetzt mal ein wenig geknallt wird. Nochmal Pustekuchen. Ganze drei Knaller konnten wir hören, das war´s. Die Leute haben sich um kurz nach Mitternacht wieder nach drinnen verzogen (obwohl es ja noch 12 °C waren!) und als wir dann so gegen halb 1 über die Rambla spazierten, war diese menschenleer wie jede andere Nacht auch. Also sowas. Wieder einmal ganz anders, als wir es uns vorgestellt hatten. Nun möchte ich doch mal wirklich gern wissen, ob das eine Ausnahme war oder hier Silvester immer so ruhig verläuft.
Gestern, am letzten Tag von den Jungs, dann nochmal ein Abschluss-Highlight: Wir sind alle zusammen nach Port Aventura gefahren, Europas zweitgrößter Freizeitpark, der nur 10 Minuten Zugfahrt von Tarragona entfernt ist. Am Anfang war auch das erstmal ein wenig enttäuschend, weil aufgrund von Wettergründen, so hieß es, die größten Attraktionen nicht fuhren und wir uns schon dachten, wir könnten jetzt den ganzen Tag nur auf die Kinderfahrgeräte. Aber gegen Mittag rum wurde dann doch alles aufgemacht und so konnten wir, das heißt, die Jungs, dann doch alles mitnehmen und auch hier und da öfter mitfahren, da es nicht sooo voll war und man, bis auf einmal, echt nicht lange anstehen musste. Hinterher war es dann auf jeden Fall ein absolut gelungener Tag.
Heut Morgen sind die Jungs dann früh aufbrochen und jetzt sind Thorben und ich wieder allein. Erstmal ungewohnt, da wir jetzt eine ganze Woche lang mit fünf Leuten hier in unserer kleinen Bude gehaust haben, die jetzt erst einmal wieder voll groß aussieht, weil sie so leer ist. Aber jetzt genießen wir mal wieder die ruhige Zweisamkeit
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Veröffentlicht unter Hannah