Und da sind wir wieder…zurück nach einem verlängertem Nikolaswochenende im Norden!
Freitag Abend: Nachdem Thorben nachmittags noch einen Test geschrieben hat, konnten wir leider erst den späten Bus nach Zaragoza nehmen, wo wir nach einer wirklich angenehmen Reisebusfahrt so gegen halb 12 nachts ankamen. Wir hatten Glück, denn der Bus zu unserem Bed and Breakfast kam direkt 10 Minuten später und so konnten wir uns ein teures Taxi sparen.
Samstag: Das B&B war wirklich total super! Gemütliches, buntes, kleines Zimmer mit Bad und einem tollen Selbstbedienungsfrühstück am Morgen. Lecker! Tagsüber haben wir uns mit Kristina, meiner alten Kindergartenfreundin, die gerade Erasmus in Zaragoza macht, getroffen. Sie hat uns ein wenig herumgeführt und wir haben uns zusammen die Aljafería angeguckt. Zaragoza ist echt eine Ecke größer als Tarragona, außerdem merkte man erst einmal sofort, dass man nicht mehr am Mittelmeer war. Es war direkt ne Ecke frischer! Nach einem leicht enttäuschendem Take-Away-Essen vom Chinamann und einer kleinen Verschnaufpause in Kristinas Wohnung ging es dann direkt wieder in den nächsten bequemen Reisebus auf eine weitere 3-stündige Busfahrt nach San Sebastián. Etwa gegen 23 Uhr kamen wir in unserem Hostel an und bezogen kurz unser Etagenbett im 6er-Zimmer, bevor wir dann nochmal losgingen, um San Sebastián bei Nacht zu erkunden. Schon im Dunkeln ist die Stadt sehr beeindruckend! Tolle Buchten und eine echt schöne Altstadt!
Sonntag: Leider war das Wetter ein wenig usselig. Aber wir ließen uns nicht unterkriegen, haben uns dick eingepackt (ungewohnt nach 4 Monaten Sonnenschein in Tarragona) und sind wirklich den ganzen Tag in dieser doch nicht soooo großen Stadt auf und ab gelaufen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes: San Sebastián hat nämlich an einem Buchtende so einen großen Berg mit ner Statue vom San Sebastián (logo) oben drauf. Und da sind wir natürlich erstmal hochgestiefelt. War dann aber eigentlich auch gar nicht soooo hoch
. Irgendwie war diese Stadt ganz anders, als ich sie mir vorgestellt hatte. Ich hatte immer nur von Surfern gehört. Die gab es auch wirklich en masse, aber dazu ist diese Stadt auch einfach ein toller ehemaliger Kurort, der von Prachtbauten nur so strotzt. Thorben meinte, es sieht aus, als hätte man ein kleines Stückchen von Barcelona da oben ins Baskenland verlagert. Apropro Baskenland….die Straßenschilder sind, so wie hier in Katalonien, alle zweisprachtig. Aber ganz ehrlich haben wir auf der Straße so gut wie niemanden baskisch reden gehört…Komisch. Ich dachte, die wären da nochmal anders als die Katalanen, aber irgendwie wohl doch nicht. Zumindest nicht, was den Sprachgebrauch angeht.
Sonntag: Unser Bus nach Bilbao ging so um 9.00 Uhr, also mussten wir mal verhältnismäßig früh aufstehen. In Bilbao hatten wir eine Stunde Aufenthalt, aber viel gesehen haben wir nicht. Im Grunde eigentlich nur eine große Hauptstraße, auf der wir uns bei einem Bäcker was zum Frühstück geholt haben, leckere Empanadas!! Dann ging es auch schon wieder weiter nach Santander, unserer letzten Station. Nachdem es dort am Busbahnhof überhaupt nirgendwo einen Plan gab und wir dann ein wenig suchen mussten, haben wir unsere Pension dann doch auch gefunden. Eine Pension, genau so wie man sie sich vorstellt
. Alles ein wenig oma-haft
, aber sehr sauber. Absoluter Tiefpunkt war aber die Matratze, die einfach mal richtig doll durchgelegen war…heidernei…Aber nun gut. Nach kurzem Rucksack-Ablegen ging es aber direkt schon los, um die Eva zu treffen!!! Schöööön war’s, nachdem wir uns ja jetzt auch schon einige Monate nicht gesehen haben! Eva war mit Lukas, einem anderem Münsteraner, von Valladolid aus nach Santander gekommen, da die natürlich auch verlängertes Wochenende hatten. Wir haben eine gemütliche Mittagspause im Café gemacht und dann haben die beiden sich wieder auf den Rückweg gemacht und Thorben und ich haben uns im Hostel nochmal hingelegt. Abends ging es dann nochmal raus in die Straßen. Einen schönen Weihnachtsmarkt hatten die da! Hätte ich auch nicht gedacht! Alles in allem ist Santander sowieso sehr schön! Hat mir fast noch besser gefallen als San Sebastián!
Montag: Erstmal ausschlafen…soweit es ging auf einer Matratze, die eher einem Wasserbett gleicht
. Und dann sind wir spazieren gegangen…..eine riiiiieeesen Runde, auf der wir wohl so wirklich alles gesehen haben, was man da sehen kann. Höhepunkt war die Península de la Magdalena, sehr schön!!! Nach dieser langen Runde ging es dann nochmal ins Café vom Vortag, in dem wir uns dann nochmal für die Rückreise gestärkt haben. Und dann mussten wir auch schon Richtung Flughafen aufbrechen. Der Flug von Santander nach Reus hat gut geklappt, auch wenn wir uns nochmal ordentlich über die aktuellen “Sicherheits”-Bestimmungen aufregen mussten….Naja.
Alles in allem war es wirklich eine tolle Reise, aber vielleicht doch ein wenig zu voll gepackt, so dass es irgendwann doch ein wenig anstrengend wurde und wir ziemlich platt waren, als wir dann gestern abend wieder bei uns in der Wohnung ankamen. Glücklicherweise hat aber alles organisationsmäßig top geklappt!
Der Norden ist echt anders als die Gegend hier, rauer, aber dementsprechend auch “actionreicher”, wie Thorben meinte, da dort wie Atlantikwellen so schön an die Felsen knallen
. Sehr schöne Gegenden gibt es da, das war bestimmt nicht das letzte Mal, dass wir dort waren.